Pressemitteilung Nr. 07/2026 vom 04.02.2026

Richterin am Bundesverwaltungsgericht Gabriela Bähr verstorben

Am 30. Januar 2026 ist die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Gabriela Bähr im Alter von 64 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben.


Ihre berufliche Laufbahn begann Frau Bähr Anfang Juni 1990 bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Berlin. Im März 1991 wechselte sie zur Senatsverwaltung für Inneres des Landes Berlin und anschließend im Juni 1992 zur Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung (und Kultur) des Landes Berlin. Von Juni 1998 bis Juli 2009 war Frau Bähr Richterin am Verwaltungsgericht Berlin. In diesem Zeitraum war sie für drei Jahre an das Bundesverwaltungsgericht und von dort aus für ein Jahr an das Bundesministerium der Justiz abgeordnet. Von Juli 2007 bis Juli 2009 war Frau Bähr an das Kammergericht Berlin abgeordnet und wurde anschließend dorthin befördert. Im Juli 2018 kehrte sie unter gleichzeitiger Ernennung zur Vorsitzenden Richterin zurück an das Verwaltungsgericht Berlin.


Seit ihrer Ernennung zur Richterin am Bundesverwaltungsgericht im Oktober 2021 gehörte Frau Bähr dem 7. Revisionssenat an. Dieser ist insbesondere für das Immissionsschutzrecht, das Recht des Baus von Wasserstraßen, das Eisenbahn- und Eisenbahnkreuzungsrecht und Streitigkeiten nach dem LNG-Beschleunigungsgesetz zuständig. Zudem war sie Mitglied des 10. Revisionssenats, welcher u.a. für das Informationsfreiheitsrecht sowie das presse-, rundfunk-, archiv- und medienrechtliche Informations-, Einsichts- und Auskunftsrecht zuständig ist.


Das Bundesverwaltungsgericht verliert mit ihr eine äußerst geschätzte Richterin und Kollegin.